{"id":21453,"date":"2021-04-29T10:21:16","date_gmt":"2021-04-29T08:21:16","guid":{"rendered":"http:\/\/staging-sociusalt.socius.de\/?p=21453"},"modified":"2025-01-11T13:39:10","modified_gmt":"2025-01-11T12:39:10","slug":"socius-liest-wut-mut-liebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging-sociusalt.socius.de\/en\/socius-liest-wut-mut-liebe\/","title":{"rendered":"Wut Mut Liebe! von Charles Eisenstein"},"content":{"rendered":"[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.22&#8243;][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.25&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.25&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.3&#8243; vertical_offset_tablet=&#8220;0&#8243; horizontal_offset_tablet=&#8220;0&#8243; hover_enabled=&#8220;0&#8243; z_index_tablet=&#8220;500&#8243; text_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; text_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; text_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; link_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; link_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; link_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; ul_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; ul_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; ul_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; ol_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; ol_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; ol_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; quote_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; quote_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; quote_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; header_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; header_2_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_2_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_2_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; header_3_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_3_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_3_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; header_4_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_4_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_4_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; header_5_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_5_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_5_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; header_6_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_6_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_6_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; box_shadow_horizontal_tablet=&#8220;0px&#8220; box_shadow_vertical_tablet=&#8220;0px&#8220; box_shadow_blur_tablet=&#8220;40px&#8220; box_shadow_spread_tablet=&#8220;0px&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]\n<h3>Wut Mut Liebe!<\/h3>\n<h5>Politischer Aktivismus und die echte Rebellion<\/h5>\n<p><em>von Charles Eisenstein<\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-21451 alignleft size-medium\" src=\"http:\/\/staging-sociusalt.socius.de\/wp-content\/uploads\/wutMutLiebe-180x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/staging-sociusalt.socius.de\/wp-content\/uploads\/wutMutLiebe-180x300.jpeg 180w, https:\/\/staging-sociusalt.socius.de\/wp-content\/uploads\/wutMutLiebe.jpeg 317w\" sizes=\"(max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/>Vor vielen Jahren habe ich mit einem Kollegen \u00fcberlegt einen Blog unter der URL \u201ealleteins.de\u201c zu betreiben, weil wir in einem unserer Gespr\u00e4che darauf gekommen waren, dass die Art und Weise wie wir Organisationsentwicklung verstehen und in die Welt bringen, was Gewaltfreie Kommunikation damit zu tun hat und wie sich das mit Inklusion, Diskriminierungssensibilit\u00e4t, Soziokratie, New Work und Freien Schulen versteht, am Ende alles eins ist. Es geht immer darum, das Leben zu bewahren. Es geht um Heilung. Es geht um Verbundenheit und letztlich l\u00e4sst sich alles daran messen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Charles Eisenstein kommt zu \u00e4hnlichen Schl\u00fcssen in seinem 60 Seiten starken B\u00fcchlein, wenn auch sehr viel eloquenter formuliert und vor allem nicht auf die Organisationsentwicklung sondern auf \u00d6kosysteme bezogen. Aber auch in der Organisationsentwicklung wird immer h\u00e4ufiger von \u00d6kosystemen (metaphorisch) gesprochen und so kann \u201e<\/span><b>Wut Mut Liebe!<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">\u201c hier nicht nur anregen sich Gedanken zur Heilung unseres <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">lebendigen Planeten<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> zu machen, sondern regt auch unmittelbar zum Handeln an, mit dem jede:r von uns sofort beginnen kann. Auch das ist ein Anspruch, dem wir ins Coachings und anderen Prozessbegleitungen gerne folgen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Eisenstein beschreibt vier Priorit\u00e4ten, die seiner Ansicht nach der Heilung des lebendigen Planeten dienen und denen wir uns hingeben sollten \u2013 anders als bekannte Mahner:innen des Klimawandels wie die Menschen von Extinction Rebellion oder Fridays for Future, setzt er nicht die Reduktion von CO2 an erste Stelle, sondern den \u201e<\/span><b>Schutz aller verbleibender Urw\u00e4lder und anderer noch nicht gesch\u00e4digter \u00d6kosysteme. [&#8230;] Jedes intakte \u00d6kosystem ist ein kostbarer Schatz, ein Hort der Artenvielfalt, ein Refugium f\u00fcr die Regeneration des Lebens. In ihnen ist jene tiefe Intelligenz der Erde noch lebendig, ohne die eine vollst\u00e4ndige Heilung nicht m\u00f6glich sein wird.<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die zweitwichtigste Priorit\u00e4t laut Eisenstein ist die \u201e<\/span><b>Wiederherstellung und Regeneration der gesch\u00e4digten \u00d6kosysteme weltweit<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">\u201c.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Dritte Priorit\u00e4t ist es\u00a0 \u201e<\/span><b>mit dem Vergiften der Erde aufzuh\u00f6ren.<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Und die vierth\u00f6chste Priorit\u00e4t erst ist \u201e<\/span><b>die Reduktion von Treibhausgasen in der Atmosph\u00e4re<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Hierzu f\u00fchrt es nachvollziehbar aus, wie die Reduktion von Treibhausgasen schon ein Nebeneffekt der drei h\u00f6heren Priorit\u00e4ten ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Um aus diesen vier Priorit\u00e4ten Handlungen erwachsen zu lassen, braucht es, so sagt er, Ehrfurcht vor allen Wesen, da sie die Grundlage einer Revolution der Liebe sei. Wenn wir diese Ehrfurcht nicht haben, dann mischten wir nur die Karten neu. <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">\u201e<\/span><b>Wo immer es um soziale, politische, \u00f6konomisch, ethnische oder sexuelle Gerechtigkeit geht \u2013 um die Wiederherstellung der Integrit\u00e4t jener, denen sie genommen wurde -, geht es um dieselbe Sache. Diese Themen sind nicht blo\u00df politisch korrekte Nebenschaupl\u00e4tze. Sie geh\u00f6ren zum Ganzen. Keines dieser Probleme kann unabh\u00e4ngig von den anderen gel\u00f6st werden<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">.\u201c\u00a0 &#8211; Allet eins.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ganz besonders nimmt Charles Eisenstein in diesem Buch zwei Probleme und ihre Folgen in den Blick: Schulden und Krieg. Hier bezieht er sich auch auf sein Buch \u201c\u00d6konomie der Verbundenheit\u201d (das einen anderen SOCIUS liest Beitrag wert ist) und f\u00fchrt an, dass eine Postwachstums\u00f6konomie m\u00f6glich sei, in der Fortschritt nicht als Wachstum und Wohlstand nicht als quantitatives Mehr verstanden wird. Daf\u00fcr fordert er einen \u201c<\/span><b>Schuldenerlass auf breiter Front.<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">\u201d<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Er warnt eindringlich davor, wie die Wachstumsmaschine Marktbeziehungen auf jeden Winkel des Lebens ausweite &#8211; und sp\u00e4testens hier k\u00f6nnen direkte Zusammenh\u00e4nge mit Fragen der Organisationsentwicklung gezogen werden. In Marktbeziehungen versuche jede Partei den besten Handel zu erzielen, w\u00e4hrend alle anderen Wesen f\u00fcr das Eigeninteresse instrumentalisiert w\u00fcrden. Die Grundeinstellung jeder Beziehung sei deshalb eine feindschaftliche. Schuld sei insbesondere eine Form von \u201cMacht-\u00fcber\u201d [power over].\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Nun k\u00f6nnen wir im \u201cguten\u201d, gemeinn\u00fctzigen, dritten Sektor meinen, wir seien dem nicht unterworfen, weil wir ja nicht nach diesen Marktgesetzen agieren und entsprechend auch unsere Organisationsentwicklung sich nicht an diese Gesetze halten m\u00fcsse. Hier verkennen wir meiner Ansicht nach aber wesentlich, dass der Dritten Sektor sich l\u00e4ngst den Marktgesetzen unterworfen hat, dass F\u00f6rderung immer h\u00e4ufiger an betriebswirtschaftliches Handeln gekoppelt wird.\u00a0 Auch wenn die Sinnhaftigkeit in der Arbeit von NGOs immer noch eine gro\u00dfe Rolle spielt, werden betriebliche Entscheidungen h\u00e4ufig nicht am Sinn der Organisation ausgerichtet.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">\u201cEin Kurswechsel zu einer Heilung der Erde erfordert Solidarit\u00e4t und eine gemeinsame Zielsetzung. <\/span><b>Wenn wir unsere kreativen Energien und Lebenskr\u00e4fte im Kampf gegeneinander aufbrauchen, was bleibt dann \u00fcbrig, um diesen m\u00e4chtigen Wandel in Gang zu setzen?<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">\u201d<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Fortan spricht Eisenstein die geneigten Leser:innen direkt an, diejenigen die sich im Recht glauben mit ihren Ansichten, die Debatten so zuspitzen, \u201cdass sie sich nicht einmal darauf einigen k\u00f6nnen, was als Tatsache gilt. Jede der Streitparteien, von den Untergangspropheten \u00fcber die Alarmisten bis hin zu den Skeptikern, scheint in der eigenen Realit\u00e4tsblase gefangen zu sein.\u201d\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Dann beschreibt er welcher Faustregel er selbst folgt, in solch extremen Polarisierungen &#8211; und das erinnert mich doch sehr an die Haltung der Mediation: \u201cWor\u00fcber sind sich beide Seiten stillschweigend einig? Was gilt als selbstverst\u00e4ndlich? Welche Fragen werden nicht gestellt? K\u00f6nnte die Heftigkeit mit der die Debatte gef\u00fchrt wird, ein viel wichtigeres Thema verschleiern, das eigentlich unsere Aufmerksamkeit braucht?\u201d.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Und so kommt Eisenstein am Ende seines B\u00fcchleins zu einigen Gedanken und Fragen, die uns auch unter dem Aspekt der Ganzheitlichkeit in der Organisationsentwicklung begleiten: \u201cEin jedes leistet seinen Beitrag zum Ganzen. Aus diesem Grund wird jedes \u00d6kosystem [wir erinnern uns &#8211; auch Organisationen oder Netzwerke werden immer h\u00e4ufiger als \u00d6kosysteme bezeichnet] schw\u00e4cher, aus dem eine Art entfernt wird. Vom reinen Wettbewerbsstandpunkt aus sollte eine Art besser dran sein, wenn ihre Konkurrentin ausgel\u00f6scht wird, aber in der Tat ist sie schlechter dran.\u201d Denn: \u201cDas Leben schafft die Bedingungen f\u00fcr weiteres Leben. Nach diesem Prinzip sind die Menschen ebenfalls hier, dem Leben rundherum etwas zu schenken; wir sind hier um dem Leben zu dienen. Wir als Zivilisation haben lange das Gegenteil getan. Nichts weniger als eine totale Revolution der Liebe, ein gro\u00dfer Wandel, wird deshalb gen\u00fcgen.\u201d<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Dem ist nicht hinzuzuf\u00fcgen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b><i>Charles Eisenstein<\/i><\/b><i><span style=\"font-weight: 400;\"> (* 1967) ist ein US-amerikanischer Kulturphilosoph und Autor. Neben seiner schriftstellerischen T\u00e4tigkeit arbeitet er als Vortragsredner und freier Dozent.<\/span><\/i><\/p>\n<h3>\u200b<\/h3>\n[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.25&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.0.47&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_divider _builder_version=&#8220;4.2.1&#8243; vertical_offset_tablet=&#8220;0&#8243; horizontal_offset_tablet=&#8220;0&#8243; z_index_tablet=&#8220;0&#8243; box_shadow_horizontal_tablet=&#8220;0px&#8220; box_shadow_vertical_tablet=&#8220;0px&#8220; box_shadow_blur_tablet=&#8220;40px&#8220; box_shadow_spread_tablet=&#8220;0px&#8220;][\/et_pb_divider][et_pb_text admin_label=&#8220;Sinnvoll zusammen wirken&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.1&#8243; vertical_offset_tablet=&#8220;0&#8243; horizontal_offset_tablet=&#8220;0&#8243; z_index_tablet=&#8220;0&#8243; text_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; text_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; text_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; link_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; link_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; link_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; ul_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; ul_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; ul_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; ol_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; ol_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; ol_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; quote_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; quote_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; quote_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; header_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; header_2_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_2_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_2_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; header_3_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_3_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_3_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; header_4_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_4_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_4_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; header_5_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_5_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_5_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; header_6_text_shadow_horizontal_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_6_text_shadow_vertical_length_tablet=&#8220;0px&#8220; header_6_text_shadow_blur_strength_tablet=&#8220;1px&#8220; box_shadow_horizontal_tablet=&#8220;0px&#8220; box_shadow_vertical_tablet=&#8220;0px&#8220; box_shadow_blur_tablet=&#8220;40px&#8220; box_shadow_spread_tablet=&#8220;0px&#8220;]\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 18pt; color: #ff9900;\"><strong>Sinnvoll zusammen wirken<\/strong><\/span><\/p>\n[\/et_pb_text][et_pb_divider _builder_version=&#8220;4.2.1&#8243; vertical_offset_tablet=&#8220;0&#8243; horizontal_offset_tablet=&#8220;0&#8243; z_index_tablet=&#8220;0&#8243; box_shadow_horizontal_tablet=&#8220;0px&#8220; box_shadow_vertical_tablet=&#8220;0px&#8220; box_shadow_blur_tablet=&#8220;40px&#8220; box_shadow_spread_tablet=&#8220;0px&#8220;][\/et_pb_divider][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wut Mut Liebe! Politischer Aktivismus und die echte Rebellion von Charles Eisenstein Vor vielen Jahren habe ich mit einem Kollegen \u00fcberlegt einen Blog unter der URL \u201ealleteins.de\u201c zu betreiben, weil wir in einem unserer Gespr\u00e4che darauf gekommen waren, dass die Art und Weise wie wir Organisationsentwicklung verstehen und in die Welt bringen, was Gewaltfreie Kommunikation [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":19327,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<ol><li>Bushe und R. Marshak (Hrsg.) , Barrett-Kohler Publishers, Oakland 2015<\/li><\/ol><p>Als ich k\u00fcrzlich einen Londoner Berater-Kollegen nach seiner konzeptionellen Beheimatung fragte, legte er kurz und b\u00fcndig den Begriff \u201eDialogic OD\u201c auf den Tisch. Mein anerkennendes Nicken (Sounds good!) war von skeptischer Neugier unterlegt (ein neues Catch-Lable?). Kurz darauf fiel mir in der SOCIUS Bibliothek der dazu passende Sammelband von Bushe und Marshak in die H\u00e4nde. Vorwort von Ed Schein, das schaut man sich ja erstmal wohlwollend an...<\/p><p>Das Buch ist eine programmatische Wagenburg. Es folgt dem Anspruch, die theoretische Fundierung, die Diskurs-Position und das Denkmodell des Dialogischen Ansatzes aufzuf\u00e4chern. Die Herausgeber versammeln hierzu Pioniere der Forschung und Beratungspraxis im Themenfluss von Selbstorganisation, Emergenz und Komplexit\u00e4t (darunter etwa Ralph Stacey, Peggy Holman und Frank Barrett), die in ihren Beitr\u00e4gen zu einem gemeinsamen Gedanken einladen: Systeme ver\u00e4ndern sich nicht durch die Einf\u00fchrung neuer Strukturen und Prozesse und erst recht nicht durch Strategiepapiere oder Mission Statements. Sie ver\u00e4ndern sich in ihrer eigenen Logik dialogisch - durch kontinuierlichen direkten und offenen Meinungs- und Perspektiv-Austausch, oder im Art of Hosting Jargon: durch \u201eMeaningful Conversations\u201c. Wenn anderswo in der OE davon die Rede ist, dass man alles ver\u00e4ndern kann au\u00dfer der Organisationskultur, impliziert die Dialogische OE somit genau das Gegenteil: das Einzige, womit sich wirklich etwas \u00e4ndert, ist die Kultur, genauer: die dialogisch vermittelten Sinn- und Deutungsmuster der Organisation.<\/p><p>Das Spielfeld der Dialogischen OE liegt in diesem Bedeutungs-System. Die Begleitung kann impulsgebend sein, indem sie Musterunterbrechungen provoziert und neue Deutungs-Angebote in die Organisation einspeist. So wird etwa Im \u201eGenerative Metaphor Intervention Process\u201c zun\u00e4chst der Fokus gezielt weg vom konkreten Bearbeitungsfeld in einen symbolischen Raum gehoben (eine Geschichte, ein Bild, eine Analogie). Dann wird in diesem Raum durch gemeinsame kreative Assoziation eine neue Metapher eingef\u00fchrt, die den Gegenstand ins Licht alternativer Deutungen r\u00fcckt (hierf\u00fcr steht der Schl\u00fcsselbegriff des \u201eGenerative Image\u201c). Es folgt eine spielerische Auseinandersetzung mit der Metapher sowie schlie\u00dflich die Reflektion und der R\u00fcckbezug der Erkenntnisse auf das Bearbeitungsfeld.<\/p><p>Wo St\u00f6rungen und Wandel der Sinngebung durch interne oder externe Turbulenzen bereits gegeben sind, besteht die wichtigste Rolle der Begleitung darin, sichere R\u00e4ume als Dialog- und Beziehungsrahmen zur Verf\u00fcgung stellen und zu halten.<\/p><p>Im Gegensatz zu klassischen \u201ediagnostischen\u201c Ans\u00e4tzen setzt die Dialogische OE statt geplanter Entwicklung (unfreezing-moving-refreezing) auf begleitete Emergenz. Das System macht seine Entwicklungs-Hausaufgaben im Gro\u00dfen und Ganzen selbst, der Transformative Wandel folgt der Eigendynamik der Selbstorganisation. Was genau dabei \u201ehinten\u201c rauskommt, ist mithin kaum vorhersagbar - ein f\u00fcr die Auftraggeber*innen von Beratungsprozessen eher ungem\u00fctlicher und gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftiger Umstand.<\/p><p>Die akademisch-philosophische Flugh\u00f6he des Buches wird zwar immer wieder durch den Erfahrungsschatz der beitragenden Praktiker*innen geerdet, dennoch finden sich hier keine Kochrezepte. Wer das How-To der Dialogischen Arbeit lernen will, muss sich erst einmal noch den einzelnen Schulen verschreiben, die sich unter dieser Flagge versammeln (Art of Hosting, Story Work, Transformative Learning Practice, Appreciative Inquiry...). Es gibt also noch einiges zu tun (u.a. auch, dieses Buch zu \u00fcbersetzen). Und auch wenn noch nicht alle Fragezeichen gel\u00f6scht sind, steigt in mir der Verdacht, dass die Dialogische OE auch eine meiner konzeptionellen Beheimatungen sein k\u00f6nnte.<\/p><p><em>\u201eI find myself more interested in, and most effective, when I am drawing attention to and confronting deeply held conceptual metaphors or storylines that are implicitly framing experience. From a dialogic perspective I am seeking to \u201cdisrupt\u201d the pre- vailing storyline (alter or break the taken-for-granted frame) while creating a context or container that is safe enough for people to explore new possibilities\u201c. (Robert Mashak, OD Practitioner 42\/2, 2015)<\/em><\/p><p>Gelesen von <a href=\"http:\/\/staging-sociusalt.socius.de\/andreas-knoth\/\">Andreas Knoth.<\/a><\/p><p>\u00a0<\/p><p>\u00a0<\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[844],"tags":[],"class_list":["post-21453","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-socius-liest"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.4 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Wut Mut Liebe! von Charles Eisenstein - SOCIUS Organisationsberatung<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Eisenstein beschreibt vier Priorit\u00e4ten, die seiner Ansicht nach der Heilung des lebendigen Planeten dienen und denen wir uns hingeben sollten \u2013 anders als bekannte Mahner:innen des Klimawandels wie die Menschen von Extinction Rebellion oder Fridays for Future, setzt er nicht die Reduktion von CO2 an erste Stelle\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/staging-sociusalt.socius.de\/socius-liest-wut-mut-liebe\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Wut Mut Liebe! 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