{"id":29509,"date":"2024-12-15T21:20:47","date_gmt":"2024-12-15T20:20:47","guid":{"rendered":"http:\/\/staging-sociusalt.socius.de\/?p=29509"},"modified":"2024-12-15T21:40:34","modified_gmt":"2024-12-15T20:40:34","slug":"gesunde-kranke-ein-rueckblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging-sociusalt.socius.de\/en\/gesunde-kranke-ein-rueckblick\/","title":{"rendered":"\u201eGesunde Kranke\u201c \u2013 Ein R\u00fcckblick auf drei Salons"},"content":{"rendered":"[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; da_disable_devices=&#8220;off|off|off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; da_is_popup=&#8220;off&#8220; da_exit_intent=&#8220;off&#8220; da_has_close=&#8220;on&#8220; da_alt_close=&#8220;off&#8220; da_dark_close=&#8220;off&#8220; da_not_modal=&#8220;on&#8220; da_is_singular=&#8220;off&#8220; da_with_loader=&#8220;off&#8220; da_has_shadow=&#8220;on&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Als wir im Oktober 2024 die Salon-Reihe \u201eKrankheit in Organisationen\u201c starteten, hatten wir uns bereits seit einem Jahr regelm\u00e4\u00dfig einmal im Monat zu dritt mit unserer Kollegin und Freundin Monia ausgetauscht zu pers\u00f6nlichen Erfahrungen und Erkenntnissen, was es bedeutet, mit einer chronischen Krankheit arbeiten und wirksam sein zu wollen. Im Verlauf dieser Gespr\u00e4che wurde immer deutlicher, wie gro\u00df und wichtig das Thema ist und gleichzeitig wie unterrepr\u00e4sentiert und undiskutiert es ist in der Welt der Organisationen: Laut einer <a href=\"http:\/\/(https:\/\/www.kbv.de\/media\/sp\/Berichtband_KBV-Versichertenbefragung_2017.pdf)\" data-wplink-url-error=\"true\">Studie der Kassen\u00e4rztlichen Bundesvereinigung In Deutschland<\/a> sind <\/span><b>41% der M\u00e4nner und 48% der Frauen im Alter zwischen 35 und 59 Jahren von mindestens einer lang andauernden Krankheit betroffen<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">, die regelm\u00e4\u00dfig medizinisch behandelt werden muss.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die theoretische Ausgangsbasis lautete au\u00dferdem: Chronische Erkrankungen k\u00f6nnen mit zahlreichen Einschr\u00e4nkungen und Belastungen einhergehen, die das Leben der Betroffenen erheblich beeinflussen. Neben dauerhaften oder schubweise auftretenden Schmerzen, die den Alltag erschweren, geht oft auch viel Zeit f\u00fcr Therapien, medizinische Behandlungen, Besuche bei \u00c4rzt:innen oder Krankenhausaufenthalte verloren. Besonders herausfordernd ist, dass viele Symptome chronischer Erkrankungen unsichtbar sind. Sie bleiben f\u00fcr Au\u00dfenstehende verborgen, obwohl sie die Leistungsf\u00e4higkeit im Alltag und insbesondere am Arbeitsplatz erheblich einschr\u00e4nken k\u00f6nnen. Diese Unsichtbarkeit f\u00fchrt oft zu Scham, Unsicherheit und der Angst vor negativen Reaktionen aus dem sozialen Umfeld, wie zum Beispiel von Kolleg:innen oder Vorgesetzten. Diese \u00c4ngste k\u00f6nnen zus\u00e4tzliche psychische Belastungen hervorrufen. Tats\u00e4chlich ist das Risiko, an einer Depression oder Angstst\u00f6rung zu erkranken, bei Menschen mit chronischen k\u00f6rperlichen Erkrankungen deutlich erh\u00f6ht: Rund 40 % von ihnen sind davon betroffen \u2013 ein signifikant h\u00f6herer Anteil im Vergleich zu gesunden Menschen. Die psychischen Belastungen zeigen sich oft schon in allt\u00e4glichen Situationen:. Beispielsweise k\u00f6nnen h\u00e4ufige Ausf\u00e4lle bei der Arbeit zu Schuldgef\u00fchlen gegen\u00fcber Kolleg:innen f\u00fchren, insbesondere wenn diese nicht \u00fcber die Hintergr\u00fcnde informiert sind. Viele Betroffene haben wiederum Sorge vor den m\u00f6glichen Konsequenzen einer Offenlegung ihrer Krankheit. Sie f\u00fcrchten einen Karriereknick oder gar den Verlust ihres Arbeitsplatzes. Arbeitssuche nach einer l\u00e4ngeren Zeit der Arbeitsunf\u00e4higkeit infolge einer chronischen Krankheit, ist wiederum extrem herausfordernd, da L\u00fccken im Lebenslauf erkl\u00e4rt werden m\u00fcssen und das Gegen\u00fcber von der eigenen Arbeitsf\u00e4higkeit \u00fcberzeugt werden muss. Gleichzeitig wirft die Erkrankung Fragen dar\u00fcber auf, wie sie die Beziehungen zu Kolleg:innen, Vorgesetzten und anderen Menschen im pers\u00f6nlichen Umfeld beeinflusst.<\/span><\/p>\n[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;Wie kann es also sein, dass wir so selten \u00fcber (chronische) Krankheiten in der Arbeit sprechen und wissen?&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]\n<h3><span style=\"color: #77c288;\"><b>Wie kann es also sein, dass wir so selten \u00fcber (chronische) Krankheiten in der Arbeit sprechen und wissen?<\/b><\/span><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Unsere Grundannahme war von daher, dass insbesondere F\u00fchrungskr\u00e4fte, aber letztendlich wir alle nicht umhin k\u00f6nnen, handlungs- und sprechf\u00e4hig zu werden und sich damit auseinandersetzen m\u00fcssen, was es \u2013 weit \u00fcber Formate und Ans\u00e4tze des Betrieblichen Gesundheitsmanagements hinaus \u2013 in der Arbeitswelt bedeutet, von einer chronischen Krankheit betroffen zu sein und wie eine Arbeitsf\u00e4higkeit erm\u00f6glicht werden kann.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">So war die Idee mit dem neuen Format SOCIUS salon <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">einen offenen Austauschraum anzubieten zum Thema \u201cGesunde Kranke\u201d anzubieten, um uns gemeinsam mit den Teilnehmenden dem Thema anzun\u00e4hern, uns \u00fcber Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam \u00fcber L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten nachzudenken.\u00a0 Das Echo auf diese drei3 zweist\u00fcndigen Veranstaltungen entlang der \u00dcberschriften \u201eBesprechbarkeit\u201c, \u201eSichtbarkeit\u201c und \u201eR\u00fccksichtnahme\u201c \u00fcberstieg bei weitem unsere Erwartungen und war zutiefst ber\u00fchrend. Selten hatte ich das Gef\u00fchl, dass ein so zentrales gesellschaftliches Thema so tabuisiert ist und es so wenig Selbstverst\u00e4ndlichkeit, Neugier und Verantwortungsbereitschaft gibt, eine offene Kommunikation zu erm\u00f6glichen und gemeinsam angemessene L\u00f6sungen zu finden!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">In sehr pers\u00f6nlichen Austauschrunden trugen wir die folgenden Erfahrungen und Einsichten zusammen:<\/span><\/p>\n[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Besprechbarkeit: und Sichtbarkeit&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]\n<h3><span style=\"color: #77c288;\"><b>Besprechbarkeit:<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> \u00dcber Krankheiten reden \u2013 aber wie?<\/span><\/span><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Eine Teilnehmerin brachte es auf den Punkt: \u201eIch spreche so viel dar\u00fcber, aber am n\u00e4chsten Tag ist es wie weg. Wie k\u00f6nnen wir Formen der Kommunikation finden, die nachhaltig sind, wo wir nicht immer wieder bei Null anfangen zu erkl\u00e4ren, was wir brauchen?\u201c Hier wurde klar, dass es nicht nur Mut braucht, um \u00fcber Krankheiten zu sprechen, sondern auch Strukturen, die ein solches Gespr\u00e4ch erleichtern und in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden wiederholt werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Scham spielt dabei eine zentrale Rolle. Viele Teilnehmende berichteten, dass sie sich verletzlich und unsicher f\u00fchlen, wenn sie \u00fcber ihre Erkrankung sprechen. Eine Teilnehmerin erkl\u00e4rte: \u201eIch will mich nicht verantwortlich f\u00fchlen f\u00fcr das, was andere f\u00fchlen, wenn ich \u00fcber Krankheit spreche.\u201c Um solche Gespr\u00e4che zu enttabuisieren, brauche es sowohl Co-Regulation in Gruppen als auch mehr gesellschaftliche Offenheit. Gleichzeitig sprachen andere Teilnehmende auch \u00fcber die Unsicherheit und Hilflosigkeit der Nicht-Kranken, ein offenes Gespr\u00e4ch zu beginnen. Ein wichtiger Aspekt war dabei der Umgang mit Scham: \u201eDer einzige Weg raus aus der Scham ist, sich verletzlich zu zeigen \u2013 aber dazu braucht es auch ein verletzliches Gegen\u00fcber.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Diskussion verdeutlichte, dass es oft an Werkzeugen fehlt, um \u00fcber Krankheiten zu sprechen. Eine inklusivere Sprache und Formate wie Deep-Listening-R\u00e4ume k\u00f6nnen helfen, Kommunikation auf Augenh\u00f6he zu erm\u00f6glichen. Solche R\u00e4ume schaffen die M\u00f6glichkeit, ohne Unterbrechungen und ohne Wertung \u00fcber die eigenen Herausforderungen zu sprechen \u2013 ein Ansatz, der in Organisationen etabliert werden k\u00f6nnte.<\/span><\/p>\n<h3><span style=\"color: #77c288;\"><b>Sichtbarkeit:<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Krankheiten sichtbar machen und anerkennen<\/span><\/span><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Genau diese Unsichtbarkeit chronischer Krankheiten stellt Betroffene vor gro\u00dfe Herausforderungen. \u201eWenn die Krankheit nicht sichtbar ist, wird sie schnell vergessen\u201c, beschrieb eine Teilnehmerin ihre Erfahrungen. Es braucht Symbole und klare Signale, um das Bewusstsein f\u00fcr chronische Erkrankungen in Teams und Organisationen zu verankern.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Doch Sichtbarkeit birgt auch Risiken: Sich sichtbar zu machen, ohne dass darauf reagiert wird, wird als besonders verletzend empfunden. \u201eMenschen brauchen Symbole, um sich daran zu erinnern, dass jemand krank ist. Wenn dann aber nichts passiert, ist es das Schlimmste&#8220;, so eine Teilnehmerin. Auch die Art der Erkrankung spielt eine Rolle: \u201eMit einem Hirntumor bekommt man mehr Sympathie als mit Depression. Das bringt auch einen Raum zum Schweigen.\u201c In Anlehnung an die <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Diversity<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">-Arbeit wurde als Wunsch an die Nicht-Kranken formuliert: \u201eVergiss, wenn Du mit mir sprichst, dass ich eine kranke [schwarze] Person bin. Und vergiss nie, dass ich eine kranke [schwarze] Frau bin!\u201c. Dies setzt also eine Bereitschaft zu einer tieferen Auseinandersetzung und zu pers\u00f6nlichen Lernprozessen voraus.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;R\u00fccksichtsnahme&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Gleichzeitig berichteten viele Betroffene unter den Teilnehmenden von vielfachen Diskriminierungserfahrungen am Arbeitsplatz durch Vorgesetzte, die auch den vorsichtigen Umgang mit der Selbstoffenbarung rechtfertigen<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Eine offene Sichtbarkeit kann nicht nur Betroffene entlasten, sondern auch Organisationen bereichern. Eine Teilnehmerin berichtete, dass ihre Organisation sich bei ihr f\u00fcr das Wissen bedankt habe, das ihre Krankheit dem Team gebracht habe. Diese Haltung erm\u00f6glicht es, chronische Erkrankungen nicht nur als Belastung, sondern auch als Quelle von Reflexion und Transformation zu sehen.<\/span><\/p>\n<h3><span style=\"color: #77c288;\"><b>R\u00fccksichtnahme:<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Zwischen Empathie und Ver\u00e4nderung<\/span><\/span><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">R\u00fccksichtnahme ist ein vielschichtiger Begriff. F\u00fcr viele bedeutet er eine Balance zwischen individueller F\u00fcrsorge und der Forderung nach Ver\u00e4nderungen in Organisationen. \u201eVerl\u00e4sslichkeit ist zentral. Versprechen, die nicht gehalten werden, sind die echte Katastrophe\u201c, wurde betont. Hier liegt eine gro\u00dfe Verantwortung bei F\u00fchrungskr\u00e4ften und Teams, um eine Kultur der Verbindlichkeit zu schaffen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Im Umgang mit chronischen Erkrankungen ist wiederum ein Perspektivwechsel essentiell: Statt auf Heilung zu fokussieren, geht es darum, ein gutes Leben mit der Krankheit zu f\u00fchren und sie in den Alltag zu integrieren. Gut gemeinte Ratschl\u00e4ge wie \u201eProbier doch mal\u2026\u201c helfen nicht, da sie die Realit\u00e4t chronischer Erkrankungen verkennen. Wichtiger ist es, Betroffenen zuzuh\u00f6ren, ihre individuelle Bew\u00e4ltigung und Kompetenz im Umgang mit ihrer Krankheit anzuerkennen und passgenaue Aufgabenzuschnitte zu erm\u00f6glichen. \u201eWenn mir Aufgaben \u00fcbergeben werden, die nicht passgenau ausgerichtet sind auf das, was ich leisten kann, wird mein Leben nicht einfach nur etwas anstrengender, sondern es ist eher ein Rausschmiss oder komplette Exklusion f\u00fcr mich!\u201c, lautete eine Aussage.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Doch R\u00fccksichtnahme darf nicht in Bevormundung ausarten. Betroffene berichteten, dass sie sich oft unter Druck gesetzt f\u00fchlen, dadurch, dass sich ein riesiger \u201esozialer Schuldenberg\u201c auft\u00fcrmt. Eine Teilnehmerin pl\u00e4dierte daf\u00fcr, klare Strukturen zu schaffen: \u201eIch brauche die Macht, selbst zu bestimmen, was ich tue und was ich nicht tue. Andererseits ist es oft viel einfacher, Verantwortung f\u00fcr andere zu \u00fcbernehmen, als f\u00fcr sich selbst einzustehen.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Auch f\u00fcr Teams ist es wichtig, eine klare Differenzierung zwischen akuten und chronischen Erkrankungen vorzunehmen. In einem Beispiel aus einem kleinen Team mit zwei chronisch Kranken und einer gesunden Person wurde deutlich, wie belastend unklare Rollen und Erwartungen sein k\u00f6nnen, dass bei aller Offenheit im Umgang sich auch leicht Ungleichgewicht einschleichen kann zwischen dem, was geleistet werden will und kann. \u201eEs braucht viel Weichheit und Flexibilit\u00e4t im Umgang miteinander\u201c, lautete ein Fazit.\u00a0<\/span><\/p>\n[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Fazit: Eine Transformation der Arbeitswelt&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]\n<h3><span style=\"color: #77c288;\"><b>Transformation der Arbeitswelt<\/b><\/span><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Veranstaltungen zeigten, dass chronische Erkrankungen in der Arbeitswelt eine Vielzahl von Herausforderungen mit sich bringen, f\u00fcr die wir bislang noch wenig R\u00e4ume, Instrumente und angemessene Sprache besitzen. Angesichts der Entwicklungen in der Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt k\u00f6nnen wir es uns nicht leisten, weiter in der Unbeholfenheit und Unwissenheit zu verharren. Es geht darum, in Organisationen eine Kultur des Austauschs zu schaffen, in der Menschen \u00fcber ihre Krankheit sprechen k\u00f6nnen, ohne sich sch\u00e4men oder rechtfertigen zu m\u00fcssen. Sichtbarkeit und R\u00fccksichtnahme sollten keine Ausnahmen sein, sondern selbstverst\u00e4ndliche Elemente inklusiver Arbeitswelten. Gleichzeitig braucht es eine gesellschaftliche Debatte auf Augenh\u00f6he dar\u00fcber, was echte Inklusion bedeutet.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">In einem angemessenen Umgang mit chronischen Krankheiten in Organisationen stecken allerdings nicht nur Herausforderungen, sondern auch gro\u00dfe Potenziale. Chronisch Kranke sind oft Vorreiter einer Transformation, wenn wir sie als Seismographen verstehen f\u00fcr das, was falsch l\u00e4uft und zu Stress und \u00dcberlastung in gesamten Teams f\u00fchrt. \u201eSt\u00e4ndige Meetings sind mir unm\u00f6glich \u2013 aber auch f\u00fcr andere Kolleg:innen oft sehr anstrengend. Letztendlich sind es Ausw\u00fcchse von Bequemlichkeit, sich selbst Informationen zusammen zu suchen\u201c. \u201eWir brauchen chronisch Kranke, um die Arbeitswelt zu ver\u00e4ndern\u201c, hie\u00df es in der Diskussion. Mit kreativen L\u00f6sungen wie flexiblen Arbeitszeiten, Buddy-Systemen und Reflektionsr\u00e4umen k\u00f6nnen Organisationen ein Umfeld schaffen, in dem alle \u2013 ob gesund oder krank \u2013 produktiv im Rahmen ihrer M\u00f6glichkeiten und zufrieden arbeiten k\u00f6nnen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Am Ende der drei Veranstaltungen hatten wir das Gef\u00fchl, gerade nur ein wenig an der Oberfl\u00e4che gekratzt zu haben. \u201eWir brauchen eine Bewegung!\u201c, lautete eines unserer Fazits. Genau deswegen und weil wir mehrfach geh\u00f6rt haben \u201edies ist das erste Mal, dass ich mich so offen austauschen konnte\u201c, werden wir 2025 weitermachen. Von Januar bis Juni haben wir sechs weitere SOCIUS salons geplant:<\/span><\/p>\n[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8220;1_3,1_3,1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_button button_url=&#8220;http:\/\/staging-sociusalt.socius.de\/veranstaltungen\/kio-salon-1-25\/&#8220; url_new_window=&#8220;on&#8220; button_text=&#8220;Hier geht&#8217;s zu den neuen Terminen&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_button=&#8220;on&#8220; button_text_color=&#8220;#000000&#8243; button_bg_color=&#8220;#77c288&#8243; button_border_color=&#8220;RGBA(255,255,255,0)&#8220; button_border_radius=&#8220;17px&#8220; button_icon=&#8220;&#x24;||divi||400&#8243; button_icon_color=&#8220;#000000&#8243; button_icon_placement=&#8220;left&#8220; button_on_hover=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_button][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_divider color=&#8220;#77c288&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_divider][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.24.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.24.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_blurb title=&#8220;Autorin Joana Ebbinghaus&#8220; admin_label=&#8220;Autorin Joana Ebbinghaus&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_level=&#8220;h3&#8243; header_text_color=&#8220;#3b8597&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_blurb][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.24.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_image src=&#8220;http:\/\/staging-sociusalt.socius.de\/wp-content\/uploads\/Joana-2.jpg&#8220; title_text=&#8220;Joana&#8220; admin_label=&#8220;Bild Joana&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_divider color=&#8220;#77c288&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_divider][et_pb_text admin_label=&#8220;Sinnvoll zusammen wirken&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #018188;\"><strong>sinnvoll zusammen wirken<\/strong><\/span><\/h3>\n[\/et_pb_text][et_pb_divider color=&#8220;#77c288&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_divider][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als wir im Oktober 2024 die Salon-Reihe \u201eKrankheit in Organisationen\u201c starteten, hatten wir uns bereits seit einem Jahr regelm\u00e4\u00dfig einmal im Monat zu dritt mit unserer Kollegin und Freundin Monia ausgetauscht zu pers\u00f6nlichen Erfahrungen und Erkenntnissen, was es bedeutet, mit einer chronischen Krankheit arbeiten und wirksam sein zu wollen. 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